In den letzten Tagen habe ich bewusst wenig gebloggt und mehr gelesen. Es ging mir darum, die bisher vergangene Blogzeit kritisch zu analysieren und auch mal zu schauen, wie andere mit einer Blogkrise umgehen. Und dann dachte ich mir, mache ich einfach aus der Not eine Tugend, in diesem Fall einen Artikel zum Thema “Blogkrise”.
Wie kommt es zur Blogkrise? Was ist eine Blogkrise?
Mit Krise meine ich: Das Blog ist im Koma. Artikelproduktion gestoppt oder auf Sparflamme, Leser verlassen das Blog und wandern zum nächsten, aktiven Blog.
Es gibt ganz unterschiedliche Anlässe, wodurch ein Blog in die Krise kommen kann.
Motivationsmangel
Der häufigste Grund wird wohl sein, das einfach die Motivation nach der Anfangsbegeisterung nachläßt.

Licht am Ende des Tunnels
Nach einer gewissen Zeit des Bloggens kommen viele an einen Punkt, an dem etwas schief läuft. Erwartungen werden nicht erfüllt, die Einnahmen sind suboptimal, Zuschauerzahlen könnten besser sein, Ideen für neue Artikel bleiben aus. Alles das führt dann vielleicht dazu, dass man einfach keine Lust mehr zum Bloggen hat. Die Motivation fehlt.
An diesem Punkt gibt es einige Strategien, die einen wieder auf den Pfad der Tugend zurückbringen. Ich stelle Euch hier mal ein paar Artikel vor, die sich damit befassen, wie man eine solche Blogkrise bewältigen kann.
Ganz aktuell heute bei Blogussion gefunden: http://www.blogussion.com/meaning/motivation-to-work/
Der aktuelle Podcast beim Blogprojekt.de hat als Hauptthema “Der lange Atem”, also auch Strategien zum Durchhalten, falls es einmal nicht so läuft mit dem Blog.
Hier ein Artikel, der ein bekanntes Gefühl am Anfang eines Blogs beschreibt: Keiner interessiert sich für mein Blog
Den Artikel hier finde ich auch recht hilfreich bei motivationsbedingtem Blogstillstand: Conquering those days where you don’t “feel” like writing by facing these 5 realizations
Ich habe auch einen Motivationsmangel bei mir festgestellt, aber ich konnte bisher den Grund nicht so genau feststellen. Ich denke, bei mir waren es überzogene Erwartungen an den Erfolg und ein unterschätzter Arbeits- und vor allem Zeitaufwand. Vor allem, wenn man wie ich nebenberuflich bloggt, dann geht das noch von der Familienzeit ab, und dann kommt das Gefühl auf, dass Vieles zu kurz kommt.
Dagen hilft strikte Zeitplanung. Freiräume für Bloggen und Familienzeit planen. Blog-Zeit blocken (kein Schreibfehler), also vielleicht am Wochenende etwas früher aufstehen und Artikel auf Vorrat schreiben, damit in der Woche auch Zeit für andere Dinge bleibt. Schlafen nicht vergessen. Weniger Kaffee, mehr Wasser trinken. Kein Witz. Bei mir hilft das.
Es gibt aber auch andere Krisen, die sich auf ein Blog auswirken:
Persönliche Lebenskrisen, die das Blog beeinflussen
Häufig führt ein Ungleichgewicht von Blog-Leben und “Real-Life” dazu, dass eines von beiden leidet. Ereignisse im Privatleben werfen einen aus der Bahn und man kommt nicht mehr zum Bloggen. Extrembeispiele sind Geburt und der Tod. Beides führt zwangsläufig dazu, dass andere Dinge als das Bloggen im Vordergrund stehen. In solchen Fällen kann man die Leser sicherlich gut vertrösten, für eine Weile. Wenn man einen kurzen Artikel schreibt, der die zeitweilige Artikelarmut erklärt, dann werden viele dafür Verständnis haben und eine Zeit lang warten. Eine Zeit lang.
Schwierig wird dann der Wiedereinstieg in das Blogleben, also am Besten nie ganz aufhören und ein Mindestmass an Artikeln schreiben, das hält die mühsam ergatterten Leser und verhindert auch, dass man nach einer Blogpause gar nicht wieder anfängt, weil die Hürde zu gross geworden ist.
Ein passender Artikel zu diesem Themenbereich ist dieser hier:
http://www.problogger.net/archives/2007/12/31/lessons-for-bloggers-from-the-death-of-2007/
Technische Krisen
Es gibt aber auch andere Krisen, die ein Blog (oder der Blogschreiber) zu bewältigen hat. Z.B. technische Krisen. Das Blog wird vielleicht immer langsamer, es kommen Ausfälle hinzu, das Blog ist öfter nicht mehr erreichbar.
Oder das Blog wird wird von finsteren Gestalten heimgesucht und gehackt. Zugespammt. Mit DoS Attacken ausser Gefecht gesetzt. Computerprobleme oder menschliches Versagen haben zu Datenverlust geführt. Wenn das Einkommen am Blog hängt, sollte für so einen Fall ein Notfallplan bereitstehen (Disaster Recovery), ansonsten können technische Probleme auch zu Lebenskrisen werden. Das ist also keine Einbahnstrasse.
http://www.problogger.net/archives/2006/01/03/in-case-of-security-planning-for-blogging-disasters/
So unterschiedlich, wie die jeweiligen Gründe für eine Blogkrise sein können, so unterschiedlich und persönlich sehen dann auch die Lösungen aus. Ein Gutes hat eine solche Krise auf jeden Fall: sie liefert Stoff für mindestens einen Artikel. Und wenn man sich die grossen Blogs ansieht, ganz häufig findet man irgendwo unter all den Artikeln mindestens einen, der den “turning-point” beschreibt, den Punkt, an dem alles auf der Kippe stand, und der der Anlass für eine Veränderung zum Guten war. Wenn man das mal als Regel sieht, dann kann es jetzt nur noch nach oben gehen. In diesem Sinne: Happy Blogging!
Am Schluss noch ein Motivationsvideo, das ich bei YouTube gefunden habe. Es erinnert einen daran, dass man zum Erfolg auch Misserfolg braucht. Jeder Fehler bringt einen näher an das Ziel, wenn man bereit ist, aus den Fehlern zu lernen und sie als etwas Positives zu betrachten. Ich wünsche allen, die jetzt gerade in einer Blogkrise stecken, dass sie wieder Spass am Bloggen bekommen, und wiederentdecken, warum sie einmal mit Bloggen angefangen haben.
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Nachtrag: Der aktuelle Newsletter von Problogger.net hat ebenfalls ein paar Hinweise fuer unmotivierte Plogger parat (5 Tips for Unmotivated Bloggers)
Artikelsammlung – Blogkrisen – und wie man sie überwindet | blogschreiber.com http://bit.ly/6mAM1Q
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